
Gewerbegebiet „Bilmer Berg II“: Erste Unternehmen können schon Ende des Jahres starten
Im Gewerbegebiet „Bilmer Berg II“ in Lüneburg können erste Unternehmen voraussichtlich Ende dieses Jahres mit dem Bau ihrer Betriebsstandorte beginnen. Die Erschließung der Fläche liegt im Zeitplan: Der erste Bauabschnitt soll im Herbst 2026 termingerecht fertiggestellt werden. Darüber informierten die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH und ihre Kooperationspartner am Freitag, 5. Juni 2026, beim „Bilmer Bergfest“ im künftigen Gewerbegebiet.
Rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Verwaltung nahmen an der Veranstaltung teil. Neben Informationen zum Baufortschritt und zur weiteren Gebietsentwicklung bot das „Bilmer Bergfest“ Gelegenheit zum Austausch mit den Projektbeteiligten und gab zudem Einblicke in die spannenden archäologischen Funde, die Grabungen auf dem Areal zu Tage befördert hatten.
Mit dem Gewerbegebiet „Bilmer Berg II“ entsteht im Südosten Lüneburgs ein neuer Wirtschaftsraum mit einer Größe von insgesamt rund 50 Hektar. Für gewerbliche Ansiedlungen stehen künftig rund 29 Hektar Baufläche zur Verfügung. Die Entwicklung erfolgt in zwei Bauabschnitten. Neben Gewerbeflächen sind Ausgleichsflächen sowie der Erhalt vorhandener Grün- und Waldstrukturen Teil des Gesamtkonzepts. Zudem sieht der Bebauungsplan rund sieben Hektar für den Gemeinbedarf vor, insbesondere für die geplante Entwicklung eines Sportparks.
Die Nachfrage nach den Gewerbegrundstücken ist hoch: Bereits rund ein Viertel der verfügbaren Fläche ist vermarktet beziehungsweise für Unternehmen reserviert. Das Interesse kommt aus unterschiedlichen Branchen. Dazu zählen insbesondere mittelständische Betriebe aus Handel, Handwerk, Produktion und Dienstleistung.
Die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH entwickelt die Gewerbegebietserweiterung im Auftrag der Hansestadt Lüneburg und mit Unterstützung der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG). Grundlage ist ein städtebaulicher Vertrag. Weitere Partner des interkommunalen Projektes sind die Volksbank Lüneburger Heide eG, die Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB) sowie die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank). Die WLH investiert rund 40 Millionen Euro in die Erschließung und bauliche Vorbereitung des Standortes.
STIMMEN AUS DER WIRTSCHAFT ZUM PROJEKT BILMER BERG II
Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch betonte das positive Signal, das die Entwicklung des Areals für den Wirtschaftsstandort setzt: „Wir mussten in der Vergangenheit mit H.B. Fuller, Yanfeng und Jungheinrich einige schwierige Wirtschafts-Nachrichten für unseren Standort Lüneburg verkraften. Umso wichtiger ist das große Interesse von Unternehmen, die sich am Bilmer Berg ansiedeln oder dort expandieren möchten. Das ist ein starkes Signal: Lüneburg bleibt ein attraktiver Wirtschaftsstandort. Gemeinsam mit allen Beteiligten setzen wir alles daran, diese Entwicklung weiter zu stärken. Gleichzeitig kommen die aktuellen Baufortschritte nicht nur der Wirtschaft zugute, sondern auch dem Sport in unserer Stadt. Unser Ziel ist es, hier moderne Sportanlagen zu schaffen, die die bestehende Infrastruktur in Lüneburg sinnvoll ergänzen und nachhaltig verbessern.“
WLH-Geschäftsführer Jens Wrede hob die gute Zusammenarbeit der beteiligten Partner hervor: „Seit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan im Frühjahr 2023 sind wir schnell und mit großen Schritten vorangekommen. Das ist auch ein Ergebnis der engen und verlässlichen Kooperation mit der Hansestadt Lüneburg, der WLG und den weiteren Partnern. Der Bilmer Berg ist ein gutes Beispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit in der Standortentwicklung konkret wirken kann. Bei der Ansiedlung von Unternehmen legen wir Wert auf eine hohe Arbeitsplatzdichte und auf die Schaffung neuer, qualifizierter Arbeitsplätze vor Ort.“
Die WLG Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg unterstützt die Vermarktung der Gewerbeflächen und ist an der Auswahl der Ansiedlungsinteressenten beteiligt. WLG-Geschäftsführer Mario Leupold: „Bilmer Berg II schafft dringend benötigte Flächen für regionale Unternehmen und Neuansiedlungen. Damit entstehen neue Impulse für den Wirtschaftsstandort, für Arbeitsplätze und für die Wirtschaftskraft in Lüneburg. Die exzellente Anbindung an die A39 und die Nähe zum Binnenhafen mit Güterbahn sind wichtige Standortargumente. Zugleich zeigt das Projekt, welchen Mehrwert die landkreisübergreifende Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderungseinrichtungen bietet.“
Auch Michael Zeinert, Hauptgeschäftsführer der IHK Lüneburg-Wolfsburg, unterstreicht die Bedeutung zusätzlicher Gewerbeflächen: „Das Bilmer Bergfest macht sichtbar, was unsere Region braucht: Platz für Ideen, Investitionen und Wachstum. Mit dem Projekt Bilmer Berg II entstehen dringend benötigte Gewerbeflächen für Unternehmen, die sich entwickeln und Zukunft gestalten wollen. Das ist eine gute Nachricht für Lüneburg und die gesamte Region – und ein starkes Zeichen dafür, was gelingen kann, wenn landkreisübergreifend nach vorne gedacht wird.“
Ebenso positiv bewertet die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade das Projekt. Hauptgeschäftsführer Matthias Steffen: „Für viele Handwerksbetriebe ist der Mangel an geeigneten Gewerbeflächen inzwischen ein echtes Wachstumshemmnis. Zahlreiche Unternehmen möchten expandieren, ihre Kapazitäten erweitern oder zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen, finden dafür aber kaum passende Standorte. Das Gewerbegebiet Bilmer Berg II schafft diese dringend benötigten Perspektiven und eröffnet auch dem Handwerk neue Entwicklungsmöglichkeiten.“