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Tag der Wirtschaft bietet einen Blick hinter die Unternehmens-Kulissen

Einmal sonst verschlossene Unternehmensbereiche kennenlernen und einen Blick hinter die Kulissen werfen – diese Möglichkeit gibt es beim Tag der Wirtschaft, den die Stabsstelle Kreisentwicklung / Wirtschaftsförderung / Mobilität der Kreisverwaltung am Freitag, 26. Juni, ausrichtet.

17 Betriebe bieten dann Informationen aus erster Hand und zeigen, wie vielfältig und leistungsfähig die Wirtschaft im Landkreis Harburg ist. Dazu öffnen sie am Tag der Wirtschaft ihre Türen für Betriebsbesichtigungen: am Vormittag bereits für Schulklassen, am Nachmittag für alle Interessierten. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

„Dabeisein lohnt sich. Mit dem Tag der Wirtschaft wird die ganze Bandbreite des Wirtschaftsstandortes Landkreis Harburg sichtbar und erlebbar“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Ich danke den Unternehmerinnen und Unternehmern, dass sie besonders Jugendlichen spannende Einblicke in die Arbeitsabläufe ermöglichen“, so der Landrat. „Als dynamisches Wirtschaftszentrum in der Metropolregion Hamburg bietet der Landkreis Harburg beste Voraussetzungen für Unternehmen, um erfolgreich zu agieren und spielt auch im bundesweiten Vergleich der Wirtschaftsstandorte und -regionen ganz vorn mit. Viele unserer Hidden Champions mit hochspezialisierten Produktions- und Arbeitsprozessen sind weit über die Region hinaus und sogar international erfolgreich tätig.“

Beim Tag der Wirtschaft sind wieder Betriebe quer durch alle Branchen und Unternehmensgrößen dabei – Marinetechnik aus der Heide und Logistik ebenso wie Spezialfahrzeugbau und Recycling, zudem Unternehmen aus der Chemiebranche und aus dem Gesundheitsbereich. Die 17 Betriebe öffnen sonst nicht zugängliche Bereiche und bieten Informationen aus erster Hand. Führungen gibt es am 26. Juni um 13 oder um 15.30 Uhr, in einigen Unternehmen sogar zu beiden Zeiten. Die Führungen dauern jeweils etwa eineinhalb Stunden, so kann sich jeder sein individuelles Programm mit bis zu zwei Unternehmensbesuchen zusammenstellen. Selbstverständlich besteht dann für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die Beschäftigten über Arbeitsabläufe und Berufsalltag „zu löchern“.

Anmeldungen für die Führungen sind ab sofort möglich. Weitere Informationen mit allen Einzelheiten und dem Programm-Heft zum Download gibt unter www.landkreis-harburg.de/tdw2026.

Diese Unternehmen beteiligen sich am Tag der Wirtschaft 2026: 
• Amazon Logistik Winsen
• BEST Fluidsysteme GmbH, Brackel
• Bruno Bock GmbH, Marschacht
• Carsten Ritter Stahlbau GmbH, Königsmoor
• Diestelmeier-Witte Massivholzbau GmbH, Seevetal
• Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH, Winsen/Luhe
• Friedrich Vorwerk SER & Co. KG, Tostedt
• Kroop & Co. Transport + Logistik GmbH, Neu Wulmstorf
• Kruse Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG, Stelle
• Marine Motor Service GmbH, Wenzendorf
• Mayr & Wilhelm GmbH & Co. KG, Buchholz
• Otto Dörner Kies und Deponien GmbH & Co, Seevetal
• RSH Polymere GmbH, Garstedt
• Stahlhärterei Haupt GmbH, Toppenstedt
• Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg, Rosengarten
• Vollmert Transport- und Montagetechnik GmbH, Egestorf
• Waldklinik Jesteburg Aldag GmbH & Co. KG, Jesteburg

Die Teilnehmerzahl für alle Besichtigungen und Führungen ist begrenzt, eine Anmeldung ist daher bei der Stabsstelle Kreisentwicklung / Wirtschaftsförderung / Mobilität erforderlich. Anmeldeschluss ist der 19. Juni.

Internationale Fachkräfte gewinnen und Unternehmen unterstützen

Die ersten Beratungen haben sogar schon stattgefunden, nun geht es offiziell los: Mit einer Willkommensveranstaltung wurde jetzt der offizielle Startschuss für das neue Welcome Center für den Landkreis Harburg gegeben – ein wichtiger Meilenstein für die Fachkräftegewinnung im Landkreis Harburg und damit zur Stärkung des Wirtschafts- und Unternehmensstandorts.

Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik unterstrichen die Bedeutung des Projekts für die Region. Ziel des Welcome Centers ist es, Unternehmen bei den Herausforderungen des Fachkräftemangels aktiv zu unterstützen und den Zugang zum Arbeitsmarkt für internationale Fach- und Nachwuchskräfte zu erleichtern. Eine enge Kooperation besteht dabei mit dem Welcome Center des Nachbarlandkreises Heidekreis.

„Mit dem Welcome Center bündeln wir Kompetenzen und schaffen eine zentrale Anlauf- und Servicestelle für Unternehmen und für internationale Fach- und Nachwuchskräfte gleichermaßen“, betonte Landrat Rainer Rempe. „Das Ziel ist klar: Wir wollen Unternehmen dabei unterstützen, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen, diesen Fachkräften das Ankommen in unserer Region erleichtern und dafür sorgen, dass Integration gelingt.“
Landrat Rempe wies darauf hin, dass der Landkreis Harburg eine starke, wachsende Region ist. Zwischen 2015 und 2022 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten um rund 27 Prozent gestiegen – mehr als doppelt so viel wie im Landes- und Bundesdurchschnitt. Doch gleichzeitig spüren Unternehmen immer stärker einen zunehmenden Fachkräftemangel – eine Entwicklung, die durch den demografischen Wandel noch verstärkt wird. „Das betrifft längst alle Branchen“, sagte Landrat Rempe. Die Entwicklung, die zuerst im Pflege- und Gesundheitsbereich spürbar war, betrifft inzwischen auch Logistik, IT, Baugewerbe und Tourismus. Doch gerade für die kleinen und mittleren Unternehmen, die mehr als 90 Prozent der Betriebe im Landkreis Harburg ausmachen, ist die Suche nach internationalen Fach- und Nachwuchskräften eine große Herausforderung – und dabei hilft ihnen nun das Welcome Center.

Das Welcome Center Landkreis Harburg mit den beiden Mitarbeiterinnen Clara Kohlstedt und Ulrike Kessler ist als Projekt des Landkreises Harburg an die Abteilung Bildung, Schule, Kreisvolkshochschule und Sport angegliedert. Finanziert wird es aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds ESF+, des Landes Niedersachsen und durch den Landkreis Harburg. „Als Welcome Center sind wir die zentrale Anlauf- und Servicestelle im Landkreis Harburg“, erläuterte Clara Kohlstedt. Dazu bietet das Welcome Center konkrete Unterstützung und mehrsprachige Beratung, persönlich und digital, für Unternehmen ebenso wie für internationale Fach- und Nachwuchskräfte. „Wir wollen den Start so leicht wie möglich machen.“

Hilfestellung gibt es zum Beispiel rund um Visum und Einreise sowie bei der Anerkennung beruflicher Qualifikationen ebenso wie bei der Sprachförderung sowie Begleitung in vielen Alltagsfragen. An die beiden Projektmitarbeiterinnen Ulrike Kessler (U.Kessler@LKHarburg.de, Telefon 04171/ 693 9434) und Clara Kohlstedt (C.Kohlstedt@LKHarburg.de, Telefon 04171/ 693 9433) können sich sowohl ausländische Fachkräfte wenden, die Teil unseres Arbeitsmarkts werden, als auch Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland beschäftigen möchten und dabei Unterstützung benötigen.

Weitere Informationen gibt es auf www.landkreis-harburg.de/welcomecenter .

Start-up-Accelerator „Elevator“ wird bis 2028 gefördert

Der überregionale Start-up-Accelerator „Elevator“ der Wirtschaftsförderungs-GmbH für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG) geht in die nächste Runde. Das Land Niedersachsen hat die Förderung des Programms als eins von insgesamt neun „Niedersächsischen Start-up-Zentren“ bis Ende 2028 für weitere drei Jahre zugesagt.

Den offiziellen Bewilligungsbescheid übergab der Niedersächsische Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne am 2. März 2026 in Hannover persönlich an WLG-Geschäftsführer Mario Leupold, Projektleiterin Christine Benecke und Kerstin Helm von der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH mit Sitz in Buchholz i.d.N.. Die WLH ist  Partner in diesem Projekt.

Minister Tonne hob die Bedeutung des Start-up-Standortes in Nordostniedersachsen hervor. Der Startup-Monitor des Landes vom letzten Jahr zeigt eine sehr gute Entwicklung der Region im Bereich Start-ups. Mittlerweile werden in Lüneburg pro Kopf mehr Start-ups gegründet als in Bremen.
Seit seinem Start im Jahr 2018 hat sich der „Elevator“ als feste Größe in der nordost-niedersächsischen Startup-Landschaft etabliert. Insgesamt 37 junge Unternehmen haben das Programm bereits durchlaufen. „Besonders erfreulich ist, dass ein Großteil dieser Start-ups der Region Lüneburg treu geblieben ist und sich hier erfolgreich weiterentwickelt hat“, so Christine Benecke, Gründungsmanagement der WLG. Bekannte Beispiele für erfolgreiche Absolventen sind Start-ups wie Erason, Heyho, Locawo, Barf Box oder Mind Vacations, die zeigen, wie aus innovativen Ideen tragfähige Unternehmen entstehen.

Gezieltes Coaching, wertvolle Netzwerke und starke Infrastruktur
Der Elevator bietet als Accelerator-Programm innovativen Start-ups ein intensives, sechsmonatiges Coachingprogramm. Neben der fachlichen Begleitung erhalten die Gründerinnen und Gründer Zugang zur Infrastruktur des Innovations- und Gründerzentrums e.novum in der Hansestadt Lüneburg und zum ISI-Zentrum für Gründung Business & Innovation in Buchholz. In der neuen Förderperiode wird das Angebot um gezielte Workshops ergänzt.

In enger Kooperation mit der WLH Wirtschaftsförderung Landkreis Harburg GmbH werden auch Start-ups in der Region Harburg betreut. „Wie in vielen anderen Bereichen arbeiten wir auch in der Start-up-Förderung eng mit den benachbarten Wirtschaftsförderungen in der südlichen Metropolregion zusammen. Mit der WLH aus dem Landkreis Harburg kooperieren wir zukünftig bei der konkreten Umsetzung des Elevators besonders eng“, erläutert WLG-Geschäftsführer Mario Leupold. Weitere Projektpartner in der Region sind Leuphana Universität Lüneburg, Wirtschaftsforum Lüneburg, Gründungsnetzwerk Region Lüneburg, IHK Lüneburg-Wolfsburg, Utopia, Wirtschaftsförderung Landkreis Stade.

Ab jetzt möglich: Bewerbungen für den „Elevator“
Start-ups können sich jederzeit für eine Aufnahme in das Programm bewerben. Der Einstieg ist flexibel möglich und bietet die Chance, das eigene Geschäftsmodell auf das nächste Level zu heben. Der Schwerpunkt des Programms liegt auf Start-ups, die mit ihrem innovativen Produkt oder Geschäftsmodell auch einen Beitrag zum nachhaltigen Konsum und zu einer nachhaltigen Produktion leisten.

Weitere Informationen zum Bewerbungsprozess finden Interessierte unter www.startups-lueneburg.de

Spezialist für Anlagenbau investiert im TIP Innovationspark Nordheide

Die HSI Anlagen- und Kraftwerkservice GmbH verlegt ihren Unternehmenssitz von Rosengarten-Sottorf in den TIP Innovationspark Nordheide nach Buchholz i. d. N. Auf einem rund 6.500 Quadratmeter großen Grundstück errichtet das Unternehmen ein modernes Büro- und Betriebsgebäude und investiert dafür mehrere Millionen Euro. Entwickelt und vermarktet wird der TIP Innovationspark Nordheide von der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH, die auch die Ansiedlung von HSI begleitet.

HSI ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen in zweiter Generation mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im industriellen Service und Anlagenbau. Das Unternehmen baut, repariert und modernisiert verschiedenste Anlagen – von Stahlbaukonstruktionen und Tanklagern über Druckbehälter und Kesselanlagen bis hin zu Sonderkonstruktionen für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Zu den Kunden zählen unter anderem systemrelevante Industrieunternehmen und Versorger wie Hamburg Wasser, die Hamburger Energiewerke, Vattenfall, Shell-Raffinerien, ADM Hamburg, Aurubis und die Stadtreinigung Hamburg.

Der Neubau im TIP Innovationspark Nordheide wird künftig die zentrale Schaltstelle für das operative Geschäft von HSI. Geplant sind rund 300 Quadratmeter Bürofläche sowie etwa 1.300 Quadratmeter Produktions- und Werkstattflächen. Der neue Standort bietet optimale Voraussetzungen, um das bestehende Team weiterzuentwickeln. Mit dem Umzug nach Buchholz entsteht Raum für rund zehn zusätzliche Arbeitsplätze in verschiedenen Unternehmensbereichen – ergänzt um kaufmännische und technische Ausbildungsplätze. Den Einzug in den Neubau plant HSI für den Sommer 2026.

Für die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH ist die Ansiedlung von HSI im TIP Innovationspark Nordheide ein wichtiger Baustein in der Standortentwicklung. „Mit HSI gewinnt der TIP ein mittelständisches Industrieunternehmen, das in doppelter Hinsicht hervorragend zu unserem Standortprofil passt“, sagt WLH-Geschäftsführer Jens Wrede. „Zum einen stärkt HSI als spezialisierter Anlagenbauer die industrielle Wertschöpfung in der Metropolregion Hamburg. Zum anderen steht das Unternehmen mit seinem Fokus auf Sonderkonstruktionen, anspruchsvolle Werkstoffe und Prozessoptimierung für angewandte Innovation.“

Mit dem Wachstum der HSI Anlagen- und Kraftwerkservice GmbH zu einem Multidienstleister im industriellen Anlagenbau ist auch eine beeindruckende und bewegte Unternehmens-Geschichte verbunden: Für unseren Wirtschaftsförderungs-Blog sprachen wir mit HSI-Geschäftsführer Semih İşlemecioğlu, der uns Einblicke in das Unternehmen gewährt und verrät, wie er HSI in die Zukunft führt.

Lesen Sie unseren aktuellen Blog-Artikel …

TIP Innovationspark Nordheide wird Standort für 5G Hub Campus

Die Servicegesellschaft Landkreis Harburg mbH (SLH) und die Zukunftsregion Süderelbe haben im Kreishaus des Landkreises Harburg den Förderbescheid für den Aufbau des neuen 5G Hub Campus Nordheide erhalten. Damit kann das bestehende 5G-Reallabor im TIP Innovationspark Nordheide den nächsten Entwicklungsschritt gehen und erstmals einen Ort schaffen, an dem Unternehmen und Hochschulen eigene Anwendungen, Prototypen und Entwicklungen direkt vor Ort umsetzen können.

SLH-Geschäftsführer Jens Wrede betont: „Der Förderbescheid ermöglicht es uns, mit dem 5G Hub Campus einen Ort zu schaffen, an dem Unternehmen modernste digitale Infrastruktur nutzen können, um eigene Entwicklungen unter optimalen Bedingungen voranzutreiben. Damit schließen wir die Lücke zwischen Technologie und praktischer Anwendung.“

Das 5G-Reallabor zählt mit zehn Funkzellen, 40 Kilometern Glasfaser und bis zu 129 möglichen Outdoor Units zu den leistungsfähigsten digitalen Testumgebungen Deutschlands. Thematische Schwerpunkte und Tätigkeitsbereiche sind bisher Smarte Produktion und Gebäude, Intralogistik und Mobilität, der Intelligente Katastrophenschutz sowie spezifische XR-Anwendungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) – bislang jedoch ohne passende Räumlichkeiten für gemeinsames Arbeiten. Der Hub Campus schließt diese Lücke.

Bereits heute zeigt sich das Potenzial der Infrastruktur: Bisher wurden Forschungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 13 Millionen Euro initiiert und umgesetzt. Der neue 5G Hub Campus soll diese Entwicklung weiter stärken und dient als Grundstein für die Weiterentwicklung des TIP Nordheide zu einem Kompetenzzentrum für Digitalisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen und Behörden.

Karin Beckmann, Leiterin des Amts für regionale Landesentwicklung Lüneburg, unterstreicht: „Mit der Förderung stärken wir gezielt eine digitale Infrastruktur, die für die regionale Entwicklung immer wichtiger wird. Der 5G Hub Campus schafft Voraussetzungen, um Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen und die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig zu beschleunigen.“

Geplant ist ein Gebäudekomplex mit sieben Themen-Hubs, die als technisch ausgestattete Entwicklungsräume dienen. Unternehmen und Hochschulen sollen dort Prototypen aufbauen, Testreihen durchführen und gemeinsam an neuen Anwendungen und Geschäftsmodellen arbeiten.

Für die Zukunftsregion Süderelbe ist das Vorhaben ein zentrales Element ihrer Innovationsstrategie. Landrat Rainer Rempe, Vorsitzender der Steuerungsgruppe, erklärt: „Der 5G Hub Campus ist ein Gewinn für die gesamte Region. Er ermöglicht Unternehmen den direkten Zugang zu einer einzigartigen Digitalstruktur, die ihre Innovationskraft stärkt und Arbeitsplätze der Zukunft schafft.“

Das Regionalmanagement der Zukunftsregion Süderelbe übernimmt eine zentrale Rolle in der Projektrealisierung. Dr. Olaf Krüger, Leitung der Zukunftsregion Süderelbe und Vorstand der Süderelbe AG, ergänzt: „Das Reallabor unterstützt unser Ziel, die Innovationskraft der Süderelbe-Region zu erhöhen. Als eines unserer Leitprojekte setzt es genau dort an. Wir als Regionalmanagement übernehmen die zentrale Schnittstellenfunktion, bringen Entscheidungsträger zusammen und begleiten die Projektträger bei der Umsetzung.“

Mit 25 Hektar Entwicklungsfläche bietet der TIP Innovationspark Nordheide ideale Voraussetzungen, um digitale Technologien und neue Geschäftsmodelle schnell in die Praxis zu überführen. Der 5G Hub Campus wird damit zum Herzstück eines offenen, regionalen Innovationsraums.

Erster Spatenstich für das Gewerbegebiet „Bilmer Berg II“

Mit dem offiziellen Spatenstich haben in Lüneburg die Arbeiten zur Erschließung des neuen Gewerbegebiets „Bilmer Berg II“ begonnen. Das insgesamt rund 50 Hektar große Areal im Südosten der Stadt erweitert den bestehenden Wirtschaftsstandort und schafft dringend benötigte Flächen für mittelständische Unternehmen aus der Region.

Umgesetzt wird das Projekt in einer engen kommunalen und wirtschaftlichen Kooperation. Die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH entwickelt die Gewerbegebiets-Erweiterung gemeinsam mit der Hansestadt Lüneburg und mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung für Stadt und Landkreis Lüneburg (WLG). Grundlage bildet ein städtebaulicher Vertrag. Begleitet wird das Vorhaben durch weitere Partner: die Volksbank Lüneburger Heide eG, die Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB) und die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank).

Für gewerbliche Ansiedlungen stehen künftig 29 Hektar zur Verfügung. Ausgleichsflächen und der Erhalt vorhandener Grün- und Waldstrukturen sind Bestandteil des Gesamtkonzepts. Ebenso sieht der Bebauungsplan eine rund sieben Hektar große Fläche für den sogenannten Gemeinbedarf vor – insbesondere für die geplante Entwicklung eines Sportparks.
Die Erschließung am „Bilmer Berg II“ erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Das neue Gewerbegebiet liegt verkehrsgünstig an der geplanten A 39 und wird künftig über die August-Wellenkamp-Straße sowie die Friedrich-Penseler-
Straße angebunden. Die WLH investiert rund 40 Millionen Euro in die Erschließung und bauliche Vorbereitung des Standortes. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich im Herbst 2026 fertiggestellt werden.

„Mit dem ersten Spatenstich setzen wir heute ein sichtbares Signal für Lüneburgs Zukunft. Bilmer Berg II schafft dringend benötigte Flächen für unsere lokalen Unternehmen – und damit Raum für Innovation, Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum. Dass wir dieses Projekt gemeinsam mit Partnern realisieren, zeigt: Wenn wir Kräfte bündeln, kommen wir schneller voran. Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets ist ein wichtiger Schritt, um insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen eine Perspektive zu bieten. Zugleich kommen wir mit diesem Spatenstich der Entwicklung des Sportparks Bilmer Berg ein Stück näher. Der Sportpark wird Lüneburgs größtes Sportinfrastruktur-Projekt der nächsten Jahre sein“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.

WLH-Geschäftsführer Jens Wrede ergänzt: „Kooperation ist ein Schlüssel zur nachhaltigen Stärkung unseres Wirtschaftsstandortes in der südlichen Metropolregion Hamburg. Als Wirtschaftsförderung
unterstützen wir Städte und Gemeinden bereits seit einigen Jahren auch über den Landkreis Harburg hinaus bei der Entwicklung von Gewerbegebieten. Denn: Unternehmen denken nicht in administrativen Grenzen, sondern orientieren sich an leistungsfähigen und zukunftsorientierten Standorten. Am Bilmer Berg entsteht ein Angebot, das mittelständischen Betrieben verlässliche Perspektiven für ihre räumliche Weiterentwicklung eröffnet. Die Investitionen der ansiedelnden Unternehmen werden in den kommenden Jahren zusätzliche Wertschöpfung in dreistelliger Millionenhöhe in die Region bringen – ein wichtiger Beitrag zur Sicherung bestehender und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.“

Auch Ulrich Stock, Vorstandssprecher der Volksbank Lüneburger Heide eG, betont die Bedeutung der Kooperation im Rahmen der Standortentwicklung: „Bilmer Berg II zeigt, wie positiv eine regionale Zusammenarbeit sein kann. Gemeinsam mit WLH, WLG und unserer Tochtergesellschaft GEB schaffen wir die Voraussetzungen für ein modernes und gut angebundenes Gewerbegebiet. Als Volksbank bringen wir uns hier bewusst als langfristiger Partner ein, um wirtschaftliche Perspektiven für die Region zu stärken.“

Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank, hebt das Gewerbegebiet Bilmer Berg II als ein „starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Niedersachsen“ hervor: „Gemeinsam mit der Volksbank Lüneburger Heide stellen wir über einen Konsortialkredit insgesamt 33 Millionen Euro für die Erschließung der Gewerbefläche bereit. Damit schaffen wir die Grundlage für neue Unternehmen, Arbeitsplätze und eine starke regionale Entwicklung.“

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Sie setzten den ersten Spatenstich (v.l.n.r.): Ulrich Stock, Vorstandssprecher der Volksbank Lüneburger Heide eG, Manfred Cohrs, Aufsichtsratsvorsitzender der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH, Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, WLH-Geschäftsführer Jens Wrede sowie Michael Kiesewetter, Vorstandsvorsitzender der NBank. Mit dabei: Weitere Projektpartner und -unterstützer.

Fünf junge Unternehmen aus dem Landkreis mit dem Gründungspreis 2025 geehrt

Die Gewinner des Gründungspreises im Landkreis Harburg 2025 stehen fest: Bei einer festlichen Preisverleihung am Donnerstagabend, 6. November 2025, im Veranstaltungszentrum „Burg Seevetal“ in Hittfeld, wurden fünf junge Unternehmen für ihre Business-Ideen und Leistungen geehrt. Der Gründungspreis, der alle drei Jahre von der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH vergeben wird, war in diesem Jahr mit insgesamt 10.500 Euro dotiert.
Vor rund 400 Gästen aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik präsentierten sich insgesamt 25 Unternehmen aus den Bereichen Produktion, Handel, Handwerk und Dienstleistung mit ihren Geschäftsideen und Konzepten und gingen ins Rennen um die begehrte Auszeichnung. Erstmals wurde in diesem Jahr zudem der „Sonderpreis U21“ vergeben – für besonders junge Unternehmerinnen und Unternehmer unter 21 Jahren, die bereits erfolgreich am Markt sind.
Der 1. Platz ging an die Timm & Flo GmbH & Co. KG.  Die Geschäftsführer Timm Schweer und Florian Balthasar verbinden mit ihrem Unternehmen traditionelles Dachhandwerk, moderne Elektrotechnik und innovative Energiesysteme zu maßgeschneiderten Lösungen. Timm & Flo haben sich darauf spezialisiert, Gebäude energieeffizient, nachhaltig und technisch zukunftsfähig zu gestalten.

Den 2. Platz erreichten Kai Bertrand und Lene Boor. Mit ihrem Unternehmen Gemeinsam Jung baut das junge Gründer-Team aktiv Brücken zwischen den Generationen: Gemeinsam Jung bietet Alltagsbegleitung für Senioren mit Pflegegrad – von Einkaufs- und Haushaltshilfe über Begleitung zu Terminen bis hin zu gemeinsamen Gesprächen. Der Ansatz: Junge, motivierte Menschen werden zu „Alltagsheldinnen und Alltagshelden“ qualifiziert und sind so eine verlässliche Stütze im Lebensalltag älterer Menschen.

Auf den 3. Platz wählte die Gründungspreis-Jury die Eventhub GmbH . Die Gründer Christian Szczensny und Hendrik Finger entwickeln innovative Technologien für Großveranstaltungen. Im Fokus steht ihr KI-gestützter „Player Locator“, der Live-Navigation, Fan-Aktivierung, Echtzeit-Updates zu Spielern und Ergebnissen sowie Sponsorenintegration kombiniert. Die interaktive Plattform kommt bereits international bei bedeutenden Golf- und Tennisturnieren zum Einsatz.

Über den „Sonderpreis U21“ freuten sich Tjark Schmitt (18) und Noah Solaker (17). Mit ihrem Unternehmen Severmore  wollen die jungen Gründer „Mode neu denken“ – individuell, kreativ und gemeinsam. Das Unternehmen designt und fertigt Kleidung und Produkte für Communities, Schulen, Unternehmen und Vereine, bei denen Kunden ihre eigenen Ideen einbringen können. Ziel von Severmore ist es, Transparenz, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft in die Modebranche zu bringen – als Gegenentwurf zu anonymer Massenware.

Über die Vergabe der Preise entschied eine 24-köpfige unabhängige Jury aus Sponsoren und Gründungsexperten, darunter auch ehemalige Gewinner des Gründungspreises im Landkreis Harburg, die heute erfolgreiche mittelständische Unternehmen führen.

Die Trophäe für den Sieger des Abends überreichte Unternehmerin Wienke Reynolds, eine der drei Gründerinnen der Lignopure GmbH. In einer kurzen Keynote berichtete sie von den Herausforderungen auf ihrem Werdegang als Gründerin, von den ersten Ideen zur Marktreife, Höhen und Tiefen in den neuen Aufgaben als Führungskraft, technologischen Rückschlägen, Mut, Leidenschaft und Durchhaltevermögen als Team.

Im Foyer der Burg Seevetal konnten sich die Gäste des Abends bereits vor der Preisverleihung an Messeständen über die teilnehmenden Unternehmen informieren und ihre Stimme für den Publikumspreis abgeben. Der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis ging an das Team des Restaurants GREENS in Buchholz und die Gastronomen Uwe Scheffler und Barbara Hoffmann.

„Die Gründungslandschaft im Landkreis Harburg ist besonders vielfältig. Das ist eine der Stärken, die unsere Region auszeichnen – und das spiegelt sich auch im diesjährigen Wettbewerb wider. Mit 25 Bewerberinnen und Bewerbern können wir uns in diesem Jahr – der achten Wettbewerbsrunde beim Gründungspreis – über die höchste Teilnehmerquote bislang freuen. Wir möchten diesen jungen Unternehmen eine Bühne geben, denn Gründerinnen und Gründer sind der Mittelstand von morgen und leisten einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen regionalen Wirtschaftsentwicklung“, sagte Jens Wrede, Geschäftsführer der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH. „Gleichzeitig hat sich der Gründungspreis als ein Event im Landkreis Harburg etabliert, bei dem Unternehmen auf Unternehmen treffen und Netzwerke entstehen, die tragen“, so Jens Wrede weiter. Seinen Dank richtete er an die regionalen Partner, Sponsoren, Institutionen und an die jungen Unternehmen, die den Wettbewerb mit großem Engagement begleiten.

„Die Gründerinnen und Gründer eint, dass sie sich alle mit viel Leidenschaft, einem Stück Risikobereitschaft, vor allem aber auch ganz viel Spaß an der Sache dazu entschieden haben, ihren Träumen und Ideen zu folgen. Für Sie alle hat sich dieser Weg gelohnt. Sie haben Ihre Ideen, Ihre eigenen Konzepte und Vorstellungen umgesetzt und gehören nun zu den jungen Unternehmen und Start-ups, die unseren Landkreis zu einer der Gründerhochburgen auf Landes- und Bundesebene machen“, lobt Landrat Rainer Rempe in seinem Grußwort.

Durch den Abend der Preisverleihung führte Moderator Christoph Reise. Für einen humorvollen und „bezaubernden“ Show-Act auf der Bühne sorgte der Hamburger Zauberkünstler Jan Logemann.

 

Neues Gewerbegebiet „Kälberloh“ offiziell eröffnet

Mit der Einweihung des neuen Wirtschafts- und Gewerbegebiets „Kälberloh“ schließt die Gemeinde Brackel gemeinsam mit der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH die Erschließung eines wichtigen Projekts ab, das neue Entwicklungsmöglichkeiten für ortsansässige und regionale Betriebe schafft. Nach rund einem halben Jahr Bauzeit steht das 10,5 Hektar große Areal an der Thieshoper Straße nun vollständig für Unternehmensansiedlungen bereit.

Das Gebiet bietet vielfältige Optionen für Betriebe aus Handwerk, Produktion, Handel und Dienstleistung. Die Grundstücke sind flexibel ab 1.000 Quadratmetern teilbar und damit insbesondere auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten. Insgesamt investiert die WLH rund 9,3 Millionen Euro in die Erschließung des Standorts.

Bürgermeister Dirk Schierhorn betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde: „Nun sind die Voraussetzungen gut, dass bestehende Betriebe in Brackel weiterwachsen können – und neue Unternehmen eine Perspektive finden. Wir haben in den vergangenen Jahren deutlich gespürt, dass der Bedarf an Gewerbeflächen groß ist. Es ist daher erfreulich, dass wir nun passende Flächen anbieten können, um Wertschöpfung in der Gemeinde zu halten und auszubauen. Nicht zuletzt leisten die regionalen Unternehmen mit ihren Gewerbesteuern einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir als Gemeinde handlungsfähig bleiben und in die Zukunft investieren können.“

Die Eröffnung in Brackel ist ein Beispiel für die enge Zusammenarbeit zwischen der WLH Wirtschaftsförderung und den Kommunen im Landkreis Harburg. WLH-Geschäftsführer Jens Wrede ergänzt: „Das Beispiel Brackel zeigt, wie wichtig es ist, frühzeitig auf die Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft zu reagieren. Wer mit den Unternehmen im Gespräch bleibt und passende Flächen bereitstellt, trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und den Wirtschaftsstandort dauerhaft zu stärken.“

Auch Niklas Waetcke, Projektleiter bei der WLH, sieht das neue Gebiet als wichtigen Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region: „Kälberloh bietet, was viele Betriebe suchen: eine gute Verkehrsanbindung an die A7, moderne Infrastruktur mit Glasfaseranschluss und ein Umfeld, das angenehmes Arbeiten in einer Region mit hohem Naherholungswert ermöglicht. Dass bereits während der Erschließung erste Anfragen eingegangen sind, zeigt das Interesse an Flächen dieser Größenordnung im Landkreis Harburg.“

Unternehmen, die sich für freie Grundstücke im Gewerbegebiet „Kälberloh“ interessieren, erhalten weitere Informationen bei der WLH unter Telefon (04181) 92360 oder im Kurzexposé zur Fläche.

Archäologen entdecken Gewerbesiedlung aus römischer Kaiserzeit

Auf den ersten Blick wirkt die sandige Fläche unweit der B209 nicht so, als wenn sie Spannendes zutage fördern würde. Doch für die Archäologen ist die ehemalige Ackerfläche im Süden der Stadt derzeit eine wahre Fundgrube. Im künftigen Gewerbegebiet Bilmer Berg II haben die Wissenschaftler eine bedeutende Gewerbesiedlung aus der römischen Kaiserzeit freigelegt. Die Ausgrabungen erfolgen in enger Zusammenarbeit von Stadtarchäologie, dem Büro für angewandte Archäologie AGIL unter Leitung von Dr. F. Andraschko, Studierenden der Universität Hamburg sowie der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH und der Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB mbH).

Die Fundstelle war über einen langen Zeitraum besiedelt – von der jüngeren Bronzezeit (ca. 8. Jahrhundert v. Chr.) bis in die späte römische Kaiserzeit bzw. Völkerwanderungszeit (etwa 4. Jahrhundert n. Chr.). Besonders ausgeprägt ist eine Gewerbesiedlung aus den Jahrhunderten nach Christi Geburt. „Die Fundstelle zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Dichte an Nachweisen für Metallverarbeitung aus“, erklärt Stadtarchäologe Tobias Schoo. Mehr als 100 Rennfeueröfen sowie zahlreiche Ausheizherde belegen, dass hier intensive Eisenverhüttung stattgefunden hat.

Zu den geborgenen Funden gehören Keramikfragmente mit Rollstempeldekor, ein Spinnwirtel zur Textilverarbeitung sowie als herausragendes Einzelstück ein römischer Denar (Münze) aus dem frühen 2. Jahrhundert nach Christus, entdeckt von einem ehrenamtlichen Sondengänger.
„Die Ausgrabungen am Bilmer Berg geben uns einzigartige Einblicke in die frühe Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte unserer Region“, erklärt Schoo. Besonders die dichte Dokumentation von Metallhandwerk mache die Fundstelle zu einer der größten bekannten Gewerbesiedlungen Niedersachsens aus römischer Zeit.

Archäologie und Gewerbeentwicklung im Einklang

Aktuell laufen die Grabungen im Trassenbereich der künftigen Straße, im kommenden Jahr werden die übrigen Flächen untersucht. Die Hansestadt Lüneburg dankt allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit, die es ermöglicht, Archäologie und moderne Entwicklung erfolgreich miteinander zu verbinden.

„Die jetzt durchgeführten archäologischen Untersuchungen sind vorbereitende Maßnahmen für den Beginn der Erschließungsarbeiten des ersten Bauabschnitts zwischen der Friedrich-Penseler-Straße und dem Oheweg“, erklärt René Meyer, Leiter für Flächenmanagement bei der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH. Weitere Untersuchungen werden folgen, die jedoch den geplanten Bauverlauf für die Erschließung und Entwicklung des neuen Gewerbegebietes Bilmer Berg II nicht beeinflussen. „Die Erschießungsarbeiten haben begonnen und die Entwicklung liegt voll im Zeitplan. Der offizielle erste Spatenstich ist für Ende November geplant“, sagt Meyer. Die WLH entwickelt und besiedelt die Gewerbefläche Bilmer Berg II für die Hansestadt Lüneburg und in Kooperation mit der Gesellschaft für Entwickeln und Bauen (GEB) mbH der Volksbank Lüneburger Heide und der Wirtschaftsförderung Lüneburg.

„Verhandlungstango – du bekommst nicht, was du verdienst, sondern was du verhandelst“

Das Wichtigste vorweg: Das erste Nein in einer Verhandlung ist nicht etwa ihr Ende – sondern ihr Beginn. Denn mit dem ersten Nein geht er los, der „Verhandlungstango“. Was Frauen bei diesem Tanz um Preise, Positionen und Gehälter unbedingt sein lassen sollten, darum geht es bei der nächsten „Infobörse“ für Frauen rund um den Beruf am 23. September 2025 in Buchholz i.d.N. Der Eintritt ist frei.

Die „Infobörse“ wird organisiert von der Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft Landkreis Harburg. Partnerinnen sind die Kreisvolkshochschule Landkreis Harburg sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Buchholz. Anlässlich der diesjährigen Infobörse hält die international tätige Trainerin und Speakerin Imke Leith den Impulsvortrag mit dem Titel „Verhandlungstango – du bekommst nicht, was du verdienst, sondern was du verhandelst“.

Und in diesem Tango heißt es auch mal, ein paar Sekunden Schweigen auszuhalten und sich, ganz wörtlich, zurückzulehnen. Das gilt laut Leith vor allem für den Moment nach der Nennung des gewünschten Honorars für die eigene Leistung oder des Gehalts. „Die meisten Frauen beginnen dann sofort zu argumentieren“, weiß Imke Leith aus fast 20 Jahren Coaching-Erfahrung, „und reden sich damit um Kopf und Kragen.“ Argumente wirken in Verhandlungen nämlich wie eine Rechtfertigung, erklärt sie. „Schweigen dagegen heißt: Ich bin es wert.“

Dabei spiele es keine Rolle, ob eine Frau selbstständig ist oder angestellt. „Auch eine Familie ist ein Unternehmen mit Fixkosten und variablen Kosten.“ Leith weiß, wovon sie spricht: Die 50-Jährige hat drei Kinder. Bei der „Infobörse“ freut sich die Referentin vor allem auf die Fragen der Zuhörerinnen. „Am liebsten bespreche ich konkrete Probleme und Situationen.“

Die „Infobörse“ für Frauen am Dienstag, 23. September, beginnt um 17 Uhr im ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation in Buchholz, Bäckerstraße 6. Vertreten sein werden dort zahlreiche Arbeitgebende und Institutionen aus der Region, die für Fragen und Gespräche rund um Beruf, Weiterbildung und Karriere für Frauen zur Verfügung stehen.

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten per E-Mail unter kontakt-bu@feffa.de. Mehr Informationen zur „Infobörse“ und ihren Angeboten gibt die Koordinierungsstallte Frau und Wirtschaft unter Telefon 04181-9405636.