Schlagwort: Wirtschaftsregion

Unternehmen öffnen ihre Türen beim Tag der Wirtschaft im Landkreis Harburg

Die Wirtschaft im Landkreis Harburg kennenlernen und dazu einen Blick hinter die Kulissen von Betrieben werfen – diese Möglichkeit gibt es beim Tag der Wirtschaft, den die Stabsstelle Kreisentwicklung / Wirtschaftsförderung der Kreisverwaltung am 24. Juni ausrichtet. 17 Betriebe öffnen sonst nicht zugängliche Bereiche und bieten Informationen aus erster Hand. Dazu öffnen sie am Tag der Wirtschaft ihre Türen für Betriebsbesichtigungen, am Vormittag bereits für Schulklassen, am Nachmittag für alle Interessierten. Eine Broschüre, die über alle Einzelheiten informiert, ist fertig und liegt aus.

„Mit dem Tag der Wirtschaft wird die ganze Bandbreite des Wirtschaftsstandortes Landkreis Harburg sichtbar und erlebbar“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Ich danke den Unternehmerinnen und Unternehmer, dass sie besonders Jugendlichen spannende Einblicke in die Arbeitsabläufe ermöglichen“, so der Landrat und betont, dass der Landkreis Harburg einiges zu bieten hat: „Im bundesweiten Vergleich der Wirtschaftsstandorte spielt der Landkreis als Zukunftsregion ganz vorn mit und ist bestens aufgestellt. Hier haben viele kleine und mittelständische Unternehmen ihren Sitz, die auch international erfolgreich tätig sind. Sie machen mit ihrem Einsatz und ihrer Innovationskraft den Erfolg des Wirtschaftsstandortes erst möglich. Die Zahl der Betriebe und Arbeitsplätze steigt seit Jahren und bietet viele Chancen für Fachkräfte oder für einen Ausbildungsplatz.“

Die Unternehmen stellen  sich, ihre Arbeitsabläufe und -prozesse, Technik und Produktionsverfahren vor. Gerade Jugendliche, die auf der Suche nach dem Traumjob sind, lernen so Berufsbilder kennen. Für die Schulklassen ab Jahrgang 9, die vor der Frage der Berufsorientierung stehen, werden bereits am Vormittag spezielle Führungen angeboten. Am Nachmittag sind dann alle Interessierten willkommen. Selbstverständlich besteht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Führungen finden um 13 und/oder 15.30 Uhr statt.

Über den Ablauf des Tages der Wirtschaft und die beteiligten Betriebe sowie die Teilnahmebedingungen und Anmeldemöglichkeiten informiert der Landkreis Harburg mit dem Programmheft, das online unter www.landkreis-harburg.de/tdw2022 zur Verfügung steht.

Die Teilnehmerzahl für alle Besichtigungen und Führungen ist begrenzt. Anmeldung per E-Mail: wirtschaftsfoederung@lkharburg.de , per Telefon 04171 – 693 555 oder auf der Seite www.landkreis-harburg.de/tdw2022Anmeldeschluss ist der 17. Juni.

Am Tag der Wirtschaft sind beteiligt:

  • Amazon Logistik Winsen GmbH, Winsen
  • Bausch Papier, Winsen
  • Biohofladen Overmeyer KG, Seevetal
  • Deckma GmbH, Rosengarten-Klecken
  • DOG Deutsch Oel Fabrik Gesellschaft für chemische Erzeugnisse mbH & Co. KG, Marschacht
  • Ernst Elley GmbH & Co. KG, Tostedt
  • Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH, Winsen/Luhe
  • HAMANN AG, Hollenstedt
  • H. Kleineberg GmbH, Stelle
  • IN-TIME Transport GmbH, Buchholz
  • Pferdeklinik Nindorf, Hanstedt-Nindorf
  • Salzhausener Maschinenbautechnik SALMATEC GmbH, Gödenstorf
  • Soetebiers Dorfbäckerei GmbH, Winsen
  • Tief- und Rohrleitungsbau Wilhelm Wähler GmbH, Seevetal-Meckelfeld
  • Wildpark Schwarze Berge GmbH & Co. KG, Rosengarten
  • Wilhelm Reuss GmbH & Co. KG Lebensmittelwerk, Winsen
  • Zum Dorfkrug, Neu Wulmstorf.
Das Bauschild für die neue Firmenzentrale der Trocknungstechnik GmbH Buchholz steht bereits. Vor Ort trafen sich die TTB-Geschäftsführer Thorsten Schulz (l.) und Sascha Leschowski mit WLH-Geschäftsführer Jens Wrede (r.). © WLH Wirtschaftsförderung

Trocknungstechnik GmbH Buchholz errichtet Firmenzentrale im TIP Innovationspark Nordheide

Es gäbe gleich mehrere spannende Unternehmens-Geschichten, die man über die Trocknungstechnik GmbH Buchholz (TTB) erzählen könnte: Der Aufstieg des Handwerk-Betriebes vom ehemaligen Gründungspreis-Sieger im Landkreis Harburg zum innovativen, wachstumsorientierten Mittelständler ist nur ein Beispiel dafür.

2023 soll nun ein weiteres Kapitel beginnen: Im kommenden Jahr plant das Unternehmen den Einzug in die neue Hauptniederlassung im TIP Innovationspark Nordheide, von der aus TTB seinen Wachstumskurs fortsetzen möchte.

Das Bauschild in der Straße Beim Eichhofe 4 gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das, was in wenigen Monaten hier entstehen soll: Auf 3500 Quadratmetern Fläche plant Trocknungstechnik GmbH Buchholz ein innovatives und umfassend energieeffizientes Gebäude mit Büroeinheiten, Lagerfläche sowie – und das ist neuartig in der Branche – weiteren flexiblen Büro- und Lagereinheiten, Konferenzräumen, Ruhe- und Pausenbereichen zur Vermietung an Gewerbetreibende, Handwerksbetriebe und Start-ups.
TTB hat sich auf die Ortung und Ursachenanalyse von Wasserschäden an Gebäuden spezialisiert, verfügt über hochmoderne Technik und hat sich als verlässlicher Partner für die Abwicklung und Sanierung der Wasserschäden im Sinne der Kunden und der Versicherungen einen Namen gemacht.

Mittlerweile ist TTB im gesamten norddeutschen Raum tätig und betreibt neben der Firmenzentrale in Buchholz Niederlassungen in Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Lüneburg. Das Team hochqualifizierter Fachkräfte umfasst knapp 30 Mitarbeiter. „An unserem aktuellen Standort in der Brauerstraße stoßen wir an unsere Kapazitäts-Grenzen“, sagt Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Thorsten Schulz, der das Unternehmen zusammen mit Geschäftsführer Sascha Leschowski leitet. Doch die Suche nach einem neuen Gewerbegrundstück war langwierig, denn es fehlte an geeigneten Gewerbeflächen in der Region.

„Wir wollen Buchholz treu bleiben, weil wir hier seit der Firmengründung vor rund 20 Jahren sesshaft sind, mit vielen Stammkunden wie Handwerksbetrieben, Hausverwaltungen und Versicherungen zusammenarbeiten“, so Thorsten Schulz. Früh bewarb sich TTB daher auch um ein Gewerbegrundstück im TIP Innovationspark Nordheide der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH, in dem besondere Anforderungen an den Innovationsgrad der Unternehmen und die Nachhaltigkeit der Gewerbefläche gestellt werden.

„Mit dem Bau unserer neuen Hauptniederlassung setzen wir bewusst auf ein flexibles Flächenkonzept. Wir können damit je nach Firmengröße und Expansionsbedarf reagieren. Darüber hinaus hat das Thema Nachhaltigkeit und CO2-Minimierung für uns eine hohe Priorität“, erläutern die Geschäftsführer. Für TTB bedeutet das, sich von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen und den Neubau von Anfang an nach den höchsten Standards für Energieeffizienz zu planen. Möglich wird dies unter anderem durch den Einsatz hochwertiger Baustoffe und Dämmmaterialien, durch Geothermie für die Gebäudeheizung/ -kühlung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.

„TTB ist ein Beispiel dafür, dass Innovationskraft im Handwerk und ein gutes Gespür für Branchentrends und Ressourceneffizienz ein entscheidender Faktor für Unternehmenswachstum sind. Das Unternehmen bildet nicht nur seine Mitarbeiter aus den verschiedensten Gewerken stetig fort, sondern arbeitet auch bei der Entwicklung und Produktion moderner Trocknungs- und Messtechnik eng mit Herstellern zusammen, testet Prototypen und entwickelt eigene Komponenten“, sagt Jens Wrede, Geschäftsführer der WLH.

Thorsten Schulz ergänzt: „Der Standort im TIP ist für uns ideal, um Innovationen in der hochspezialisierten Branche der Trocknungstechnik voranzutreiben. Wir hoffen auf Synergien und positive Netzwerkbildung in dem neuen Wirtschaftsgebiet.“

 

Blick auf das Wirtschaftsgebiet TIP Innovationspark Nordheide aus der Vogelperspektive. Foto: Markus Höfemann / (c) WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH

Mehr als 3150 Arbeitsplätze für die Region und ein Schub für Innovation

Die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH zieht eine erfolgreiche Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr und beendet 2021 mit einem positiven Ergebnis.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben regionale Unternehmen offenbar nicht in ihrem Expansionsbestreben gebremst. „Die Nachfrage nach Gewerbeflächen ist weiterhin sehr hoch. Dies gilt auch für unsere Beratungsangebote im Bereich Digitalisierung, Technologietransfer, Gründungs- und Innovationsförderung. Wir werten das als ein deutliches Signal, dass es den vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region wirtschaftlich gut geht und sie trotz der Krise erfolgreich an der Weiterentwicklung ihrer Geschäftsmodelle arbeiten“, sagt Jens Wrede, Geschäftsführer der WLH.

In den Wirtschafts- und Gewerbegebieten an den Standorten Buchholz, Egestorf, Drestedt, Salzhausen und Bispingen unterstützte die WLH im zurückliegenden Jahr 30 Unternehmen bei der Neuansiedlung, der Umsiedlung oder der Betriebserweiterung. Allein damit verbunden sind betriebliche Investitionen in Höhe von 36 Mio. Euro und 390 Arbeitsplätze.

Die Gesamtzahl der Unternehmen, die seit 1999 unter Mitwirkung der WLH im Landkreis Harburg und der Wirtschaftsregion Nordheide an- oder umgesiedelt werden konnten, erhöhte sich auf 247 Betriebe mit mehr als 3150 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. 2021 schuf die WLH außerdem die Basis für die Entwicklung weiterer dringend benötigter Wirtschafts- und Gewerbegebiete im Landkreis Harburg und der Wirtschaftsregion Nordheide in den kommenden Jahren.

„Einer unserer Tätigkeitsschwerpunkte liegt auf der Weiterentwicklung des TIP Innovationspark Nordheide in Buchholz – einem Standort mit hochinnovativem und nachhaltigem Charakter, der Strahlkraft in die gesamte Metropolregion hat. Doch wir sind natürlich nicht nur in der Nordheidestadt aktiv, sondern arbeiten in guter Kooperation mit allen Kommunen im Landkreis Harburg und angrenzenden Regionen. Wir reagieren damit einerseits auf die Nachfrage seitens der Unternehmen. Als Wirtschaftsförderung denken wir jedoch vor allem auch zukunftsorientiert und nachhaltig mit dem Ziel der Stärkung der südlichen Metropolregion als Wirtschaftsregion Nordheide“, sagt Jens Wrede.

Mit diesem Ziel arbeitete die WLH 2021 nicht nur in der Gewerbeflächenentwicklung erfolgreich, sondern auch in den Geschäftsfeldern Technologietransfer, Innovation und Gründungsförderung.

Dabei ist das geplante 5G-Campusnetz (5G-Scenario-Lab) im TIP Innovationspark Nordheide eines der aktuell herausragenden Projekte. Im zurückliegenden Jahr erhielt die WLH für den Aufbau des 5G-Forschungsnetzes eine Förderzusage des Landes Niedersachsen in Höhe von 1,2 Mio. Euro. „2022 wird für uns das Jahr, in dem wir das Campusnetz in Betrieb nehmen wollen und erste Projekte, die wir in Zusammenarbeit mit unseren Hochschulpartnern und Unternehmen planen, konkret werden“, sagt Jens Wrede.

Das 5G-Campusnetz wird dafür im TIP Innovationspark modernste digitale Infrastruktur bereitstellen. Künftig soll hier in Praxispartnerschaft von Hochschulen und Unternehmen u.a. das Verhalten von datengetriebenen Hochleistungstechnologien für die Anwendung in unterschiedlichsten Branchen untersucht werden. Der TIP dient dabei als sogenanntes Reallabor. Ziel ist die Förderung marktfähiger Technologieentwicklungen dank anwendungsorientierter Forschung.

„Unser Wunsch ist es, im TIP mittelfristig ein Technikum zu errichten, das den vielen Ideen, der Expertise der Unternehmen, den Hochschulaktivitäten und damit letztlich dem Technologietransfer einen Raum gibt“, so Wrede weiter. Ein solches Technikum wäre – davon ist Geschäftsführer Jens Wrede überzeugt – letztlich auch die konsequente Ergänzung des benachbarten ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation in Buchholz, das die WLH seit 2014 erfolgreich betreibt. Denn ein Anliegen der WLH ist es, den vielfach innovativen Gründerinnen und Gründern im Landkreis Harburg eine „Start- und Landebahn“ zu bieten, die sie auch nach ihrer Zeit im ISI-Zentrum wirtschaftlich mit dem Landkreis verbindet.

2021 bezogen fünf junge Unternehmen ihre neuen Geschäftsräume im ISI-Gründerzentrum. Unter ihnen ist mit der traceless materials GmbH – einer Ausgründung der Technischen Universität Hamburg (TUHH) – auch ein hochgradig innovatives Unternehmen mit wegweisender Produktentwicklung: Das Circular Bioeconomy Start-up bietet eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Kunststoffen an. In den Werkhallen des ISI-Zentrum errichtete traceless die erste Produktionsanlage.

Insgesamt betrug die Auslastung der fest vermieteten Büroflächen, Werkhallen und Labore im ISI-Zentrum weiterhin nahezu 100 Prozent. 2021 hatten 37 junge Unternehmen im ISI-Zentrum ihren Sitz.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Bispingens Bürgermeister Dr. Jens Bülthuis (r.) und WLH-Geschäftsführer Jens Wrede. © WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH

Wirtschaftsgebiet in Bispingen auf Erfolgskurs

Mit der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrages ist der Weg für weiteres Wirtschaftswachstum am Standort Bispingen geebnet: In enger Kooperation mit der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH plant die Gemeinde Bispingen (Landkreis Heidekreis) die Erweiterung des erfolgreichen Gewerbegebietes „Gauß’scher Bogen“ in unmittelbarer Nähe zur Autobahn 7.

Zwischen der Straße Ceresbahn und dem Snow Dome am Horstfeldweg plant die WLH die Erschließung einer rund 16 Hektar großen Fläche, die vor allem mittelständischen Betrieben und weiteren Unternehmen aus der Tourismusbranche Entwicklungsperspektiven gibt.

„Unser Ziel ist es nicht nur, die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde zu stärken und weitere Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch wichtige Unternehmen und Arbeitgeber vor Ort zu halten, die dringenden Erweiterungsbedarf haben“, sagt Bispingens Bürgermeister Dr. Jens Bülthuis. „Mit der Erschließung neuer Gewerbeflächen schaffen wir die idealen Voraussetzungen dafür und setzen auch für dieses Projekt auf die Zusammenarbeit mit der WLH.“

Das Gewerbegebiet „Gauß’scher Bogen“ in Bispingen ist ein Beispiel dafür, wie landkreisübergreifende Kooperation bei der Standort- und Wirtschaftsentwicklung im Interesse der gesamten Region gestaltet werden kann: „Seit Erschließung des ersten Gewerbegebietes durch die WLH und der Einweihung in 2016 ist die Nachfrage nach Flächen am Gauß’schen Bogen regional wie überregional ungebrochen. Das Gebiet liegt sehr verkehrsgünstig an der A7 und ist ein Herzstück der Wirtschaftsregion Nordheide. Von den 14,5 Hektar Gesamtfläche sind bereits 9,3 Hektar an 13 Betriebe vergeben. Allein damit verbunden sind bereits Investitionen in Höhe von rund 37 Mio. Euro und rund 200 neue Arbeitsplätze“, sagt Jens Wrede, Geschäftsführer der WLH Wirtschaftsförderung.

Die Branchen-Schwerpunkte der Entwicklung liegen bislang im Tourismus und Handel. Mit der Gewerbegebietserweiterung soll auch der Branchenmix vor Ort weiter bereichert werden. Vorausgesetzt, die weiteren planungsrechtlichen Schritte liegen im Plan, rechnet die WLH im Frühjahr 2023 mit dem Beginn der Erschließungsarbeiten für die Erweiterungsfläche.

Foto:
Bei der Vertragsunterzeichnung: Bispingens Bürgermeister Dr. Jens Bülthuis (r.) und WLH-Geschäftsführer Jens Wrede.
© WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH

Trafen sich zur Vertragsunterzeichnung vor Ort: Bürgermeister Roland Waltereit (r.) und WLH-Geschäftsführer Jens Wrede. © WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH

Ein neuer Partner für die „Wirtschaftsregion Nordheide“

Die Gemeinde Soderstorf (Landkreis Lüneburg) und die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH gehen bei der Entwicklung neuer Gewerbeflächen gemeinsame Wege: Im Auftrag der Gemeinde übernimmt die WLH die Entwicklung und Vermarktung des geplanten Wirtschafts- und Gewerbegebietes am „Lerchenberg“. Mit der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrages legten jetzt Bürgermeister Roland Waltereit und WLH-Geschäftsführer Jens Wrede den Grundstein für die Zusammenarbeit.

„Das Projekt ist eine große Chance für Soderstorf. Es geht hier um die weitere strukturelle Entwicklung und um die Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen in einem vielfältigen Branchenmix“, so Roland Waltereit. „Wir wollen jedoch nicht nur Pendlern die Möglichkeit bieten, vor Ort zu arbeiten. Mit dem Gewerbeprojekt docken wir auch an die Autobahn 7 als zentrale Achse der Wirtschaftsregion Nordheide an. Das ist ein echtes Pfund für die Gemeinde, die Samtgemeinde und den Landkreis Lüneburg.“

Das geplante Gewerbegebiet „Lerchenberg“ soll auf einer Fläche von rund 9 Hektar im Westen der Gemeinde Soderstorf zwischen Kreisstraße 45 und Klaus-Harries-Ring entstehen. 2023 könnten die Erschließungsarbeiten starten – vorausgesetzt, die nächsten bau- und planrechtlichen Schritte bleiben im Zeitplan.

„Infrastrukturprojekte sind starke Impulsgeber für Wachstum und Arbeitsplätze und damit letztlich auch für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen. Derzeit verfügt weder die Samtgemeinde Amelinghausen noch die Gemeinde Soderstorf über freie Gewerbeflächen. Wir wollen und müssen also insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen etwas bieten“, sagt WLH-Geschäftsführer Jens Wrede und ergänzt: „Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns die Gemeinde Soderstorf entgegenbringt.“

Für die WLH ist das Projekt in Soderstorf bereits die zweite Entwicklung eines Gewerbegebietes außerhalb des Landkreises Harburg. Jens Wrede: „Unternehmen denken nicht in Kreisgrenzen sondern lenken ihren Blick in besonders wirtschaftsstarke Regionen. Die Kommunen im Landkreis Harburg und in der Nachbarschaft haben das erkannt und profitieren von der kreisübergreifenden Kooperation. Wir wollen in den kommenden Jahren die Entwicklung an weiteren Standorten entlang der A7 vorantreiben und Unternehmen Perspektiven aufzeigen. So verleihen wir gemeinsam der Wirtschaftsregion Nordheide zusätzlichen Rückenwind. Und das ist ein gutes Signal für alle Partner – Kommunen wie Unternehmen.“

Weitere Infos:

Auch im aktuellen Bericht der Gemeinde bei Youtube informieren Bürgermeister Roland Waltereit und Vize-Bürgermeister Michael Bahr über das Projekt. Hier geht’s zum Video:

[youtube]9EN6B8xFyDY[/youtube]

Foto:
Trafen sich zur Vertragsunterzeichnung vor Ort: Bürgermeister Roland Waltereit (r.) und WLH-Geschäftsführer Jens Wrede. © WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH