Wird die Doppelbelegung im Homeoffice zum Problem?

Normalerweise ist Jan Schmidt (Foto) entweder vor Ort bei seinen Kunden in ganz Deutschland, am eigenen Firmensitz in Bad Sachsa oder im Homeoffice tätig. Doch dort wird der Platz knapp. Denn in Coronazeiten arbeiten auch seine Frau und ebenso die 17-jährige Tochter von daheim. Lange Telefonate oder Webinare, die Jan Schmidt leitet, sind technisch im Homeoffice durchaus möglich, doch bei der aktuellen Doppelbelegung wird es einfach eng. Seine Lösung ist ein Ad-Hoc-Büro im ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation in Buchholz. Das abgeschlossene Büro mietet Schmidt sich tageweise oder auch eine ganze Woche. „Im Ad-Hoc-Büro kann ich in Ruhe und konzentriert arbeiten – und daheim kann das übrige Familienteam ebenfalls ohne Dauerbeschallung durch meine langen Telefonate unbeschwert tätig sein.“ Bereits in der Gründungsphase seines Unternehmens, der Banking-Partner Beratungsgesellschaft GmbH, hat Schmidt das flexible Angebot im ISI-Zentrum genutzt. „Toll, dass es für mich hier in Buchholz wohnortnah solch eine Möglichkeit gibt. Der moderne Büroraum, die gute Internetverfügbarkeit,  der Service durch das ISI-Team sowie die gesamte Atmosphäre im Gründer- und Innovationszentrum an der Bäckerstraße machen den Arbeitsort aus. Dazu sind die Konditionen fair“, sagt Schmidt und ergänzt: „Das Angebot unterstützt uns, den Service der Banking-Partner GmbH für Kunden auch in diesen Tagen professionell aufrecht zu erhalten. Persönlich bietet es mir die Möglichkeit, Abstand zwischen Arbeit und Freizeit zu erhalten. Liegt das Notebook daheim, schaut man auch abends noch mal kurz rein. Das ist nicht immer nur vorteilhaft.“ Zur Mittagspause saust Schmidt mit dem „ISI-Rider”-Elektroroller nach Hause. „Die steht hier allen Mietern im ISI kostenfrei zur Verfügung und macht richtig Laune!“ Informationen zum Ad-hoc-Büro im ISI-Zentrum finden Sie hier … Das Ad-hoc-Büro wird über den Träger des ISI-Zentrums, die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH, vermietet. Kontakt unter Telefon (04181) 92360.

Krisenkompetenz steigern: Kostenfreie Beratung für Unternehmen

Die Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus stellen eine große Herausforderung für viele Unternehmen im Landkreis Harburg dar. Auftragsrückgänge, Liquiditätsprobleme oder Kurzarbeit sind nur einige der Folgen, mit denen sich die Betriebe auseinandersetzen müssen. Zahlreiche Firmen konnten nicht oder nur zu einem geringen Teil auf vorhandenes Krisenmanagement setzen und haben nun mit den – oftmals harten – Auswirkungen zu kämpfen. „Der Landkreis und die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH nehmen diese Situation zum Anlass, um mit Unterstützung des Transferzentrums Elbe-Weser und in Kooperation mit der Digitalagentur Niedersachsen, der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum und der IHK Lüneburg-Wolfsburg eine besondere Aktion zu starten“, erklärt Dr. Alexander Stark, Leiter der Stabstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung beim Landkreis Harburg. „Dabei treten wir in direkten Kontakt mit den Unternehmen vor Ort und wollen so herausfinden, in welchen Bereichen strategischer Handlungsbedarf besteht.“ In Form von Video- bzw. Telefoninterviews soll eine erste Bestandsaufnahme zur gegenwärtigen Situation der Unternehmen unter anderem in den Bereichen Lieferketten/Onshoring, Prozesse/Digitalisierung und HR/Personal stattfinden. Diese Themenfelder bergen großes Potenzial für strategische Maßnahmen, um die Unternehmen in der jetzigen Situation zu stabilisieren und für künftige Krisen zu wappnen. Im Anschluss wird weitere Unterstützung im Rahmen individueller Beratungsgespräche angeboten. Bei Bedarf werden im Rahmen des Technologietransfers Experten aus Wissenschaft oder Wirtschaft vermittelt. „Diese Initiative bietet eine gute Chance, den hiesigen Unternehmen in der derzeitigen Corona-Krise eine wertvolle Hilfestellung geben zu können“, sagt WLH-Geschäftsführer Jens Wrede. „Dazu ist der Dialog mit den Firmen wichtig. Nur so können die konkreten Herausforderungen identifiziert und Handlungsoptionen entwickelt werden.“ Unternehmen, die das Angebot nutzen möchten, wenden sich an die Stabsstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung des Landkreises Harburg, Tel. 04171 – 693 555, oder E-Mail an wirtschaftsfoerderung@LKHarburg.de.

Buchholzer Start-up unterstützt Rettungsdienste beim Kampf gegen COVID-19

Die weltweite Krisenlage zeigt: Das Corona-Virus macht vor Landesgrenzen nicht halt. Doch was, wenn ein Mensch die Landessprache nicht spricht und einen medizinischen Notfall hat? Das Start-up aidminutes mit Sitz im Buchholzer ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation unterstützt Rettungsdienste beim Kampf gegen COVID-19 in Zusammenarbeit mit dem Malteser Hilfsdienst und der Universitätsmedizin Göttingen. Das junge Unternehmen hat eine App entwickelt, die Rettungs- und Notfallsanitäter in die Lage versetzt, auch fremdsprachige Patienten zu verstehen und in vielen Sprachen und Dialekten ein barrierefreies medizinisches Abklärungsgespräch zu führen. Die App „aidminutes.rescue“ ist seit Anfang des Jahres 2020 in einer klinischen Studie beim Malteser Hilfsdienst an vier Rettungsstandorten in Niedersachsen im Einsatz und wurde nun um die Coronavirus-Symptomatik erweitert.
Das Personal auf einem Rettungswagen leistet systemrelevante Arbeit. Es gelte, medizinische Ersthelfer bei ihrer Tätigkeit bestmöglich zu unterstützen und zu schützen, erklärt aidminutes. Dank der App können Rettungsdienste schnell und konkret einschätzen, ob es sich um eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 handelt oder ob ein anderer Notfall vorliegt.
Das Buchholzer Start-up stellt zunächst deutschsprachigen Rettungsdiensten die mobile Notfall-App kostenfrei zu Verfügung. Inhalte und Struktur der Applikation wurden in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Göttingen und dem Malteser Hilfsdienst Niedersachsen im Rahmen einer medizinischen Studie entwickelt. “Durch die Zuspitzung der Situation im Rettungsdienst haben sich alle Partner kurzfristig dafür entschieden, schnell und unbürokratisch dort zu helfen, wo Unterstützung am dringendsten benötigt wird: auf Krankenwagen, RTW und in Notaufnahmen. Hierfür stellt aidminutes allen Rettungsdiensten und medizinischen Einrichtungen freie Lizenzen zur Verfügung – für die gesamte Dauer der Krisensituation“, so das Unternehmen. Foto: Symbolbild. (c) aidminutes

Digitalbonus Niedersachsen: Förderprogramm wird ausgebaut

Das Förderprogramm Digitalbonus Niedersachsen wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen. Wer einen Antrag gestellt hat, kann diese Technik umgehend beschaffen – ohne wie sonst üblich auf den Förderbescheid warten zu müssen. Insbesondere in der aktuellen Situation wird so die Beschaffung erheblich beschleunigt. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Wer digital arbeitet, einen Webshop besitzt oder seinen Mitarbeitern Homeoffice ermöglichen kann, steht deutlich zukunftssicherer da als ohne diese Technik. Bereits vor der Corona-Pandemie haben wir daher mit dem Digitalbonus Niedersachsen ein Förderprogramm aufgelegt, das für niedersächsische Betriebe einen Zuschuss für Investitionen in die Digitalisierung bereitstellt. Nun können Unternehmen den Zuschuss auch für Technik beantragen, die sie in der Corona-Krise ganz besonders brauchen. Für die Beschaffung müssen sie nicht erst auf den Förderbescheid warten. Denn Tempo ist das, was wir in der aktuellen Situation dringend brauchen.“ Mit rund 1.850 Anträgen auf Förderung seit September 2019 war der Digitalbonus Niedersachsen das beliebteste Förderprogramm der niedersächsischen Wirtschaft. Gut 1.300 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 10,5 Millionen Euro wurden bereits bewilligt und lösen in unseren Betrieben Investitionen von mehr als 30 Millionen Euro in digitale Hardware, Software und IT-Sicherheit aus. Althusmann: „Schon zu Jahresanfang zeichnete sich ab, dass das eingeplante Fördervolumen über 15 Millionen Euro bis zum Sommer erschöpft sein wird. Daher stocken wir das Programm um weitere 15 Millionen Euro auf.“ Der Digitalbonus Niedersachsen kann bei der NBank beantragt werden. Die Investitionen müssen mindestens 5.000 Euro betragen. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent für kleine Unternehmen und bis zu 30 Prozent für mittlere Unternehmen. Foto: fotolia

CORONA: Aktuelle Informationen zu Wirtschaftsfhilfen für Unternehmen

Um die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Wirtschaft und Arbeitnehmer möglichst gering zu halten, haben Bundes- und Landesregierungen ein umfangreiches Paket an Liquiditätshilfen auf den Weg gebracht. Die Maßnahmen reichen von der flexibilisierung des Kurzarbeitergeldes, über Kredite und Bürgschaften bis hin zu Soforthilfen für kleine Unternehmen und Gründer sowie Liquiditätszuschüssen. Auf der Seite der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH finden Sie eine Übersicht über die verschiedenen Maßnahmen sowie weiterführende Links und Ansprechpartner. Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden. Hier geht es zu den Informationen zu Wirtschaftshilfen für Unternehmen…

Corona-Virus: Umfrage zur Situation der Start-ups

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die Folgen der Coronavirus-Pandemie die deutsche und internationale Wirtschaft stark treffen werden. Um in den nächsten Tagen noch besser die konkreten Herausforderungen von und für Start-ups zu verstehen sowie notwendigen politischen Maßnahmen zu entwickeln, hat der Bundesverband Deutsche Startups e.V. gemeinsam mit dem Beirat von startup.niedersachsen eine Umfrage gestartet. Sie richtet sich an Gründer sowie C-Level Verantwortliche in Start-ups. Hier geht’s direkt zur Umfrage: [UMFRAGE BEENDET]

Corona: Landesregierung sichert Unternehmen finanzielle Unterstützung zu

Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf niedersächsische Unternehmen abzumildern, will die Landesregierung kurzfristig Förderprogramme auf den Weg bringen. Bei der NBank wird daher gegenwärtig ein Kredit-Programm (bis 50.000 Euro) für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe vorbereitet. Ebenfalls in Vorbereitung ist die Auflage eines größeren Liquiditätskredits (über 50.000 Euro), der voraussichtlich in sechs Wochen bereitgestellt werden kann. In beiden Fällen muss zuvor eine Absicherung durch das Land, etwa durch einen Haftungsfonds, gewährleistet werden. Beide Kreditprogramme sollen direkt durch die NBank, ohne Beteiligung einer Hausbank, vergeben werden. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann: „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation, die sich in bisher ungekannter Weise auf unser gesellschaftliches Leben und unsere Wirtschaft auswirkt. Jetzt ist schnelle und unkomplizierte Hilfe gefragt. Lieferengpässe, Stornierungen, ausbleibende Kunden – einige Branchen, etwa Reise, Tourismus und Logistik, sind von der Krise besonders stark betroffen. Auch die Bereiche Kultur, Events und Messebau kämpfen mit hohen Ertragsausfällen. Der Bund hat bereits Hilfe zugesagt. Wichtig ist daher, dass wir mit Landesprogrammen die Förderlücken schließen und insbesondere jenen Unternehmen zur Seite stehen, die von den angekündigten Bundesprogramme nicht profitieren werden.“ Damit in Not geratenen Kleinstunternehmen (weniger als 10 Beschäftigte und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz) geholfen werden kann, soll zudem ein sechsmonatiges Landesprogramm in Form einer Zuschussförderung in Höhe von voraussichtlich 100 Millionen Euro im Rahmen des Nachtragshaushaltes aufgelegt werden. Zugute kommen soll dieser Liquiditätszuschuss neben Kleinstunternehmen auch Familienbetrieben, damit diese finanzielle Belastungen abdecken können, die andernfalls ihre Geschäftstätigkeit zerstören würden. Gefördert werden sollen demnach etwa Mieten und Pachten für gewerbliche Immobilien, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht genutzt werden können. Ebenso Finanzierungskosten, zum Beispiel Zinsaufwendungen, für fremdfinanzierte Wirtschaftsgüter wie Maschinen, Anlagen oder Einrichtungen. Die Förderhöhe soll voraussichtlich 20.000 Euro je Unternehmen betragen, die als einmaliger Zuschuss gewährt werden. Über finanzielle Soforthilfen, Notkredite, Bürgschaften und Fördermöglichkeiten für Unternehmen aller Branchen hat auch die IHK Lüneburg-Wolfsburg aktuelle Informationen zusammengestellt unter https://www.ihk-lueneburg.de/produkte/beratung-und-service/international/corona-virus/finanzielle-hilfen-4729154

Corona: Informationen für Unternehmen

Die Verunsicherung bei den Unternehmen im Landkreis Harburg zu möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Coronavirus ist groß. Die Stabsstelle Wirtschaftsförderung/Kreisentwicklung des Landkreises haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen zu Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen und dem Umgang mit der derzeitigen Situation erreicht. „Wir bitten die Betriebe im Landkreis Harburg, eigenverantwortlich zu handeln, individuell Vorsorge zu treffen und entsprechende Notfallpläne aufzustellen“, sagt Landrat Rainer Rempe. „Wichtig ist es, Kommunikationsregeln zur Information der Beschäftigten festzulegen und allgemeine Verhaltensregeln zur persönlichen Hygiene sowie bei Erkrankungen zu definieren.“ Um die Auswirkungen der Corona-Krise auf niedersächsische Unternehmen abzumildern, will die Landesregierung kurzfristig Förderprogramme auf den Weg bringen. Bei der NBank wird daher gegenwärtig ein Kredit-Programm (bis 50.000 Euro) für kleine und mittlere Unternehmen als schnelle Liquiditätshilfe vorbereitet. Ebenfalls in Vorbereitung ist die Auflage eines größeren Liquiditätskredits (über 50.000 Euro), der voraussichtlich in sechs Wochen bereitgestellt werden kann (Stand: 18. März 2020). Ergänzende Informationen hierzu finden Unternehmen unter https://www.mw.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/land-unterstutzt-opnv-mit-vorgezogenen-finanzhilfen-von-67-5-millionen-euro-186402.html Eine Übersicht der (geplanten) Liquiditätshilfen für Unternehmen hat u.a. auch die IHK Lüneburg-Wolfsburg zusammengestellt unter dem Link: https://www.ihk-lueneburg.de/produkte/beratung-und-service/international/corona-virus/finanzielle-hilfen-4729154 Der Landkreis Harburg hat die wichtigsten Informationen für Unternehmen und Selbstständige im Zusammenhang mit dem Coronavirus zusammengestellt. Informationen gibt es unter www.landkreis-harburg.de/corona-unternehmen. Informationen für Unternehmer finden sich auch unter anderem auf der Seite des Robert-Koch-Instituts  unter dem Link https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html9. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat eine FAQ-Liste zusammengestellt, in der die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus beantwortet werden: Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wer zahlt den Lohn, wenn meine Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden? Informationen unter https://www.dihk.de/de/aktuelles-und-presse/coronavirus/faq-19594. Das Bundeswirtschaftsministerium hat unter Telefon (030) 18615-1515 eine Hotline eingerichtet, unter der Experten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr die Coronavirus-Fragen von Unternehmern beantworten. Infos unter https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/altmaier-zu-coronavirus-stehen-im-engen-kontakt-mit-der-wirtschaft.html. Anlaufstelle der Arbeitsagentur für Kurzarbeitergeld ist die Agentur für Arbeit unter Telefon (0800) 45555-20, allgemeine Informationen gibt es unter https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld.

ARTIE macht sich fit für die Zukunft

Das Erfolgsmodell für innovationsorientierte Wirtschaftsförderung in Nordostniedersachsen hat einen Namen: ARTIE. Das Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen in der Region seit mehr als 20 Jahren. Mehr als 7000 Unternehmenskontakte und Aktivitäten kann ARTIE inzwischen vorweisen – von der Beratung zu Angeboten der Innovationsförderung bis hin zu konkretem Wissen- und Technologietransfer aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Betriebe. Doch die landesweit anerkannte Gemeinschaft, der zehn Landkreise, drei Städte und eine Samtgemeinde angeschlossen sind, steht vor großen strukturellen Veränderungen. Mit dem Ende der EU-Förderperiode kann ARTIE seine Arbeit für die Unternehmen der Region nicht fortsetzen wie bisher. Auf Einladung der WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH trafen sich jetzt Vertreter und Entscheider aller ARTIE-Mitglieder im Buchholzer ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation. Einen Tag lang diskutierten und konzipierten die Teilnehmer die Neuausrichtung des Netzwerkes. „Eine derart gebietsübergreifende Kooperation wie die ARTIE ist einzigartig in ganz Niedersachsen“, sagt Anne Schneider, Projektleiterin Innovation bei der WLH. „Die neue EU-Förderperiode wird jedoch eine Herausforderung, der wir uns jetzt stellen müssen. Wir sind uns einig, dass wir das Erfolgsmodell ARTIE in die Zukunft führen wollen. Denn in Zeiten des stetigen Wandels und der Digitalisierung ist der unbürokratische und umfassende Wissenstransfer in die Unternehmen wichtiger denn je“, so Anne Schneider weiter. Mit der Tagung im ISI-Zentrum ist der erste, wichtige Schritt gemacht. Das Ziel: Eine neue, gemeinsame Strategie zu verabschieden, die den Fortbestand der Arbeitsgemeinschaft notfalls auch ohne die konstante Verfügbarkeit europäischer Fördermittel sichert, den Verbund für neue Mitglieder, neue Themen und Handlungsfelder öffnet und alle zentralen Entscheidungsträger in den angeschlossenen Kommunen mit ins Boot holt. „Das Netzwerktreffen hat allen noch einmal deutlich vor Augen geführt, dass die ARTIE ein Schatz für die Region ist, den wir hüten müssen“, so Anne Schneider. Der Name ARTIE setzt sich zusammen aus den Begriffen Arbeitsgemeinschaft, Technologie, Innovation und Entwicklung. Die ARTIE wurde 1999 gegründet und hat sich seither zu einem landesweit anerkannten Best-Practice-Modell für gebietsübergreifenden Förderung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in ländlichen Regionen entwickelt. ARTIE bietet den Unternehmen über die Experten des Transferzentrums Elbe-Weser (TZEW) unbürokratischen, kostenfreien Zugang zu Innovationsberatung und technologischem Wissen und vernetzt mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die ARTIE wird bislang anteilig finanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus kommunalen Eigenmitteln der Mitglieder. Das Innovationsbündnis umfasst derzeit folgende zehn Landkreise, drei Städte sowie eine Samtgemeinde: Landkreis Celle, Landkreis Cuxhaven, Landkreis Harburg, Landkreis Heidekreis, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Landkreis Osterholz, Landkreis Rotenburg (Wümme), Landkreis Stade, Landkreis Uelzen, Landkreis Verden, Hansestadt Buxtehude, Stadt Rotenburg (Wümme), Hansestadt Stade, Samtgemeinde Zeven. Foto: Machen sich gemeinsam stark für die Wirtschaft in Nordostniedersachsen: Die Mitglieder des ARTIE-Netzwerks trafen sich im ISI-Zentrum für Gründung, Business und Innovation zur Strategie-Tagung. © WLH GmbH / Foto: Sonja Vent

“Zentrales Innovations­programm Mittelstand” weiter verbessert

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat aktuell die Neufassung der Förderrichtlinie für das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) veröffentlicht. Das neue ZIM optimiert das bisherige Programm signifikant: Junge und Kleinstunternehmen sowie Erstinnovatoren erhalten zukünftig bessere Unterstützungsmöglichkeiten, um ihnen den Weg zu anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu ebnen. Kleine Unternehmen aus allen strukturschwachen Regionen profitieren zudem künftig von erhöhten Fördersätzen. Auch der nationale und internationale Wissenstransfer sowie der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis werden intensiviert. Das neue ZIM ist damit auch ein konkreter Beitrag zur Transferinitiative des BMWi. Das ZIM ist mit jährlich über 3.000 neuen Technologieentwicklungs-Projekten das größte Programm der Bundesregierung zur Förderung des innovativen Mittelstandes. 2020 stehen hierfür Haushaltsmittel in Höhe von 555 Millionen Euro zur Verfügung. Die wesentlichen Neuerungen im Überblick : • Öffnung des ZIM für mittelständische Unternehmen, die einschließlich Partnerunternehmen weniger als 1.000 Mitarbeiter beschäftigen. • Neueinführung einer Förderung von Durchführbarkeitsstudien für junge Unternehmen, Kleinstunternehmen und Erstbewilligungsempfänger. • Fördersätze für kleine, junge Unternehmen mit 45 Prozent bei Einzelprojekten und 50 Prozent bei Kooperationsprojekten. • Fördersätze für kleine Unternehmen aus strukturschwachen Regionen mit 45 Prozent bei Einzelprojekten und 55 Prozent bei Kooperationsprojekten. • Erhöhung der zuwendungsfähigen Kosten bei Einzelprojekten von 380.000 € auf 550.000 €; bei Kooperationsprojekten von 380.000 € auf 450.000 € pro Unternehmen. • Erhöhung der maximal möglichen Fördersumme für das Gesamtprojekt von Kooperationsprojekten von 2.000.000 € auf 2.300.000 €. • Erhöhung der Fördersumme für nationale ZIM-Innovationsnetzwerke von 380.000 € auf 420.000 € (Phase 1 – max. 12 Monate – begrenzt 180.000 €). • Neu: Fördersumme internationale ZIM-Innovationsnetzwerke: 520.000 € (Phase 1 – max. 18 Monate – begrenzt auf 220.000 €). • Durchführbarkeitsstudien: Zuwendungshöhe eines Unternehmens bis zu Einzelprojekten 100.000 € und Kooperationsprojekten 200.000 €. Aktuell wird die ZIM-Projektträgerschaft neu ausgeschrieben. Eine Antragstellung unter den aktualisierten ZIM-Förderbedingungen wird voraussichtlich ab Ende des ersten Quartals 2020 möglich sein. Förderanträge auf Grundlage der alten ZIM-Richtlinie, die bis 31. Dezember 2019 eingegangen sind, werden direkt weiter von den bisherigen Projektträgern bearbeitet. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.zim.de/ZIM/Redaktion/DE/Downloads/Richtlinien/richtlinie-zim-2020.html Sie planen ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt und benötigen Unterstützung bei der Suche und Auswahl von geeigneten Fördermitteln? Die WLH Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg und unser Partner im Bereich Innovationsförderung, das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW), steht Ihnen jederzeit gern für ein Gespräch zur Verfügung (Tel. 04141 787 08-0, info@tzew.de).